Gerade für Menschen, die sowieso schon an einem gestörten Schlaf leiden, bringt die zweimal jährliche Umstellung der Uhrzeit weitere Probleme mit sich.

Hat man einmal, oft mit Hilfe von Medikamenten, einen Schlafrhythmus gefunden, der einerseits die ausreichende Schlafdauer und andererseits, die genügende Wachheit am Tage garantiert, wird dieses fragile Gleichgewicht durch den unbegründeten und wie wir seit langem wissen, unsinnigen Eingriff in die Uhrzeit regelmäßig über den Haufen geworfen.

Natürlich kann man versuchen, sich mit Tricks aus der Not zu helfen. Beispielsweise kann man den Übergang fließend gestalten, indem man schon vor der Zeitumstellung jeweils für eine Woche 10 bis 15 Minuten vorauseilt – oder nachzieht.

Sinnvoller wäre in jedem Fall, auf die Sommerzeit komplett zu verzichten.

Denn der ursprünglich angestrebte Effekt der Energie Einsparung wurde nie erreicht, das war schon im ersten Jahr nach Einführung der Sommerzeit klar. Auch die angebliche Verlängerung der Freizeit ist selbstverständlich ein Trugschluss: wir unterteilen den Tag in 24 Stunden, ob nun Sommerzeit oder Normalzeit, daran ändert sich nichts. Lediglich bleibt es etwas länger hell durch die Verschiebung, lauschige Nächte bei Kerzenschein und Grillfeuer verkürzen unsere Schlafzeit dadurch noch mehr.

Wir sehen also: Sommerzeit bringt nichts, stört die Ruhezeiten von Mensch und Tier – ist obsolet.