Das Schlafapnoe Syndrom

  • Wachen Sie morgens mit Kopfschmerzen auf?

  • Sind Sie tagsüber müde und unausgeschlafen?

  • Werden Sie manchmal von Ihrem eigenen "Schnarchen" geweckt?

  • Haben Sie schon einmal einen "Sekundenschlaf" erlebt?

  • Fällt es Ihnen schwer, im Theater oder beim Fernsehen wach zu bleiben?

Dies sind die Hauptsymptome der Schlafapnoe.

Wenn Ihnen Ihr Partner sagt, daß Sie im Schlaf "aufhören zu atmen", ist dies ebenso ein Hinweis auf eine mögliche Schlafapnoe.

Einen einfachen Test, ob es sich um eine Schlafapnoe handeln könnte, finden Sie hier: die Epworth- Schläfrigkeits- Skala.

Schlafapnoe ist eine Atemunterbrechung während des Schlafs - es gibt zwei Arten:

einmal die obstruktive Schlafapnoe, das ist die häufigste Form der Erkrankung. Hierbei ist die innere Halsmuskulatur sehr weich und fällt während der Muskelentspannung im Schlaf immer wieder zusammen, so daß die Luftröhre verschlossen wird. Es entsteht also eine mechanisch bedingte Atmungsunterbrechung. Der Körper toleriert das einige Sekunden und setzt dann das Zwerchfell mit einer heftigen Gegenbewegung ein, um die Sperre zu durchbrechen. Das macht sich als Röcheln, welches oft als Schnarchen missdeutet wird, bemerkbar. Jeder dieser Atemaussetzer hat eine Weckreaktion (sogenannte Arousals) zur Folge. Diese Weckreaktion ist zwar in der Regel nicht ausreichend, um den Schläfer wirklich wach werden zu lassen, fragmentiert den Schlaf aber so sehr, daß er morgens müde und unausgeschlafen ist.

die zweite Art ist die sogenannte zentrale Schlafapnoe, dabei fällt immer wieder der Impuls, Atem zu schöpfen, aus. Auch diese Störung der Atmung im Schlaf führt zu den gleichen Folgen wie oben geschildert. Oft treten auch beide Formen gemischt auf.

Was ist zu tun, wenn Sie den Verdacht haben, an einer Schlafapnoe erkrankt zu sein?

Gehen Sie zu Ihrem Hausarzt, schildern Sie ihm die Beschwerden und bitten Sie Ihn, eine Überweisung zum Lungenfacharzt auszustellen. Die Lungenfachärzte sind in der Regel die ersten Ansprechpartner bei Schlafapnoe. Wenn Sie einen Termin beim Lungenarzt machen, fragen Sie gleich, ob er ein Screening- Gerät für Schlafapnoe hat; wenn nicht, müssen Sie sich nach einem anderen umsehen. In wenigen Fällen kann auch der Hals- Nasen- Ohren- Arzt der Ansprechpartner sein, das weiß aber Ihr Hausarzt.

Das Screening- Gerät ist ein kleines Kästchen mit einigen Elektroden. Dieses Gerät wird um die Brust geschnallt und Sie schlafen eine Nacht damit. Danach gehen Sie wieder zum Lungenarzt, der wertet die Daten aus und gibt Ihnen eine Überweisung in das Schlaflabor (oder nicht, wenn die Tagesschläfrigkeit andere Ursachen hat).

Wenn Sie ins Schlaflabor kommen, schlafen Sie dort in der Regel zwei, manchmal drei Nächte, in der ersten Nacht nur mit Elektroden, die Ihre nächtlichen "Aktivitäten" messen. In der zweiten und eventuell dritten Nacht schlafen sie dann mit einem Überdruck- Atemtherapie- Gerät, welches auf Ihre persönlichen Werte justiert wird.

Die Übernachtung im Schlaflabor dient auch der Feststellung, ob nicht ein Restless Legs Syndrome ihre Tagesschläfrigkeit verursacht. Dabei machen Sie Nachts unwillkürliche Beinbewegungen, die ebenfalls zu (meist unbemerkten) Weckreaktionen führen und dann am Tag die gleichen Symptome zeigen, wie die Schlafapnoe.