Das Restless Legs Syndrome (RLS)

kann sich zur Qual für Betroffene und deren Partner auswachsen.

Es handelt sich, soviel ist klar, um eine neurologische Störung. Die Ursache konnte jedoch bisher nicht genau ergründet werden.

Betroffene klagen über kribbeln in den Waden, was sich bis zu Knien und Oberschenkeln ausweiten kann; dem Drang, die Beine zu bewegen, was die Beschwerden lindert - darum Restless Legs, also: unruhige (rastlose) Beine. Oft treten die Symptome nur nachts im Bett auf, oder verschlimmern sich dort so, daß der Schlaf erheblich gestört wird. Das ist der Grund, warum wir diese Erkrankung auch hier unter Schlafstörungen abhandeln.

In besonders schweren Fällen wird die Erkrankung schmerzhaft.

Was ist also zu tun, wenn man den Verdacht hat, an diesem Syndrom (mit "Syndrom" bezeichnet man eine Störung, die sich aus mehreren Komponenten zusammensetzt) zu leiden?

Zunächst, wie üblich der Gang zum Hausarzt. Der wird zunächst versuchen abzuklären, ob nicht etwas anderes als ein RLS für die Beschwerden verantwortlich ist. Infrage kommen können da Nierenfunktionsstörungen, rheumatische Erkrankungen, Bandscheibenvorfälle, Eisenmangel oder eine Erkrankung der peripheren Nerven. Ist das ausgeschlossen, erfolgt vernünftigerweise eine Einweisung ins Schlaflabor. Die Voruntersuchungen sind notwendig, um zwischen einem tatsächlichen und einem durch eine zugrunde liegende Störung verursachten RLS zu unterscheiden.

Im Schlaflabor werden, neben allen anderen schlafbezogenen Messungen, auch die unwillkürlichen Bewegungen oder Zuckungen der Beine im Schlaf gemessen. Aus den Ergebnissen lässt sich dann ablesen, ob es sich um ein echtes RLS handelt oder nicht.

Das RLS kann mit Parkinson Medikamenten behandelt werden, obwohl hier kein Dopamin Mangel wie bei der Parkinson Erkrankung vorliegt. Der Wirkmechanismus ist bisher nicht geklärt, ebenso wie die Ursache der Erkrankung, jedoch hat sich die Wirksamkeit von L- Dopa in der Praxis erwiesen. Leider ist das RLS, ebenso wie zum Beispiel die Schlafapnoe nicht heilbar, darum muss das Medikament entweder bei Bedarf oder auf Dauer genommen werden.

Weitere Schäden, oder Nebenwirkungen des Medikaments sind nicht zu befürchten, ebenso, wie das RLS keinerlei Verwandtschaft mit der Parkinson Erkrankung aufweist.

In schweren Fällen kann auch Dihydrocodein, Valoron und ähnliches gegeben werden, das wird der behandelnde Arzt im Einzelfall entscheiden.

Wichtig für den Patienten ist, daß er nicht mehr als die verordnete Dosis einnimmt, da es sonst am nächsten Tag zur Verstärkung der Symptome kommen kann.